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„Ganze Sätze, gan­zes Glück“ – gele­sen in DIE WELT

„Ganze Sätze, gan­zes Glück“ – gele­sen in DIE WELT

„Stop Che­ap­Speak“ sagt man nicht umsonst in Angel­säch­si­schen Län­dern. „Wer Anru­fer „abwürgt“ oder stän­dig „eben schnell“ etwas erle­digt, ver­brei­tet schon durch seine Wort­wahl Stress. Höchste Zeit, rich­tig spre­chen zu ler­nen – und so viel­leicht sogar sein Leben zu ändern“. Ein Mini­sprach­kurs in 13 Lek­tio­nen fin­den wir in DIE WELT. Wir lesen dort:

Ob mit hCG-Diät, Stamm­zel­len­lif­ting oder Hybrid­auto – auf die eine oder andere Art ver­sucht jeder, seine Außen­wir­kung zu opti­mie­ren. Aber über das wich­tigste Aus­drucks­mit­tel von allen machen sich die wenigs­ten Gedan­ken: die Spra­che. Dabei haben Wort­schatz, Gram­ma­tik, Satz­bau und Satz­me­lo­die eine immense Wir­kung auf andere.

Wer mehr Wert auf seine Wort­wahl legt, tut dies auch im Dienste des eige­nen Wohl­ge­fühls. Psy­cho­lo­gen der Uni­ver­si­tät Jena haben mit­tels bild­ge­ben­der Ver­fah­ren die Wir­kung gehör­ter Worte im Gehirn erforscht und gezeigt, dass Voka­beln wie „quä­lend“ oder „zer­mür­bend“ das Schmerz­zen­trum im Hirn genauso akti­vie­ren wie Nadel­sti­che.

Rich­tige For­mu­lie­run­gen sol­len dage­gen Wun­der wir­ken. Sprach­ex­per­ten sind davon über­zeugt, dass wir mit einer pas­sen­den Aus­drucks­weise sogar unser Leben ent­schleu­ni­gen, Ehe­strei­tig­kei­ten ver­mei­den und Pro­bleme mit Kol­le­gen bei­le­gen kön­nen. Wie genau das geht? Wir haben bei ver­schie­de­nen Fach­leu­ten Tipps ein­ge­sam­melt und ein­schlä­gige Lite­ra­tur aus­ge­wer­tet. Hier das Ergeb­nis: Ein Mini­sprach­kurs für Erwach­sene in 13 Lek­tio­nen.

1. Gemach, gemach! Wer wünscht sich nicht weni­ger Stress? Fast alle reden stän­dig davon – und laden ihn damit erst recht ins Leben ein. Flos­keln wie „Ich muss noch schnell“, „ganz kurz“ oder „Kannst du mal eben …?“ sind in der All­tags­spra­che omni­prä­sent, hat die Sprach­wis­sen­schaft­le­rin Mecht­hild von Scheurl-Defers­dorf beob­ach­tet. Gemein­sam mit dem Arzt und Neu­ro­wis­sen­schaft­ler Theo­dor von Sto­ckert begrün­dete sie das Sprach- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zept Lingva Eterna, das Acht­sam­keit für jedes Wort und jeden Aus­druck pre­digt. Also: Warum spre­chen wir nicht häu­fi­ger von „Muße­stun­den“, „Gelas­sen­heit“ oder „Ruhe“? Im Kar­ten­satz „Die Kraft der Spra­che“, mit der man die Lingva-Eterna-Prin­zi­pien trai­nie­ren kann, emp­fiehlt von Scheurl-Defers­dorf die beru­hi­gende For­mu­lie­rung „Gemach, gemach.“ Sie sagt: „Eine beja­hende Spra­che wirkt sich posi­tiv auf die innere Hal­tung aus und macht es leicht, Ziele zu errei­chen.“

2. Ruhe dank Futur Der moderne Mensch macht auch in der Spra­che meist alles gleich­zei­tig: „Mor­gen gehen wir ins Kino“, „Ich muss nach­her ins Mee­ting“ und „Nächste Woche fahre ich in den Urlaub.“ „Die meis­ten Men­schen gebrau­chen für alles Gegen­wär­tige und für alles Zukünf­tige das Prä­sens“, sagt von Scheurl-Defers­dorf. „Sie packen damit alles Zukünf­tige in die Gegen­wart.“ Kein Wun­der, dass der Mensch dann vor lau­ter gefühlt drin­gen­den, aktu­el­len Din­gen unter Strom steht. Ein Aus­weg: Die Gram­ma­tik­form Futur. „Es ist enorm ent­las­tend, nur noch das Aktu­elle in der Gegen­wart zu for­mu­lie­ren“, sagt… wei­ter­le­sen

Den gan­zen Bei­trag lesen im Ori­gi­nal in DIE WELT

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