Neulich im Stimmcoaching: Am Anfang sehe ich skeptische und irritierte Blicke. Ungewohnte Übungen. Ein häufiges Feedback dabei ist „ Das fühlt sich komisch an“. oder auch „Ist das hier versteckte Kamera?“ Ja wir gehen an die Gewohnheiten heran. Jahrelang haben die Führungskräfte ja schon anders gesprochen. Es ging oft um den Inhalt. Jetzt wird die Wirkung der Stimme und der Sprache bewusst gemacht.
Ein paar Tage später kommt die Nachricht: „Wow! Hätte ich das mal früher gemacht.“ Und dann wird’s spannend. Plötzlich hören die Leute im Team genauer hin. Abstimmungen laufen klarer, Daten kommen pünktlich an, Meetings fühlen sich ruhiger an. Nicht, weil sich die Prozesse verändert haben, sondern weil sich die Wirkung verändert hat.
Eine Führungskraft hat es so beschrieben: „Ich bin gelassener. Und irgendwie folgt das Team automatisch.“ Genau das passiert, wenn Stimme und Sprache bewusst eingesetzt werden. Die eigene Präsenz wird klarer, Aussagen landen, Unsicherheit verschwindet. Was am Anfang noch ungewohnt ist, wird schnell zur Routine im Alltag. Bei den Übungen geht darum, wirksamer zu werden..
In der Arbeit mit Führungskräften zeigt sich dabei ein Muster: Entweder ist die Stimme zu leise in ihrer Wirkung und wichtige Aussagen verpuffen, oder es entsteht zu viel Druck, wodurch Inhalte schnell härter wirken als gemeint. Beides hat weniger mit Persönlichkeit zu tun als mit ungenutztem stimmlichen Potenzial.
Und genau hier setzt Training an – oft mit spürbaren Effekten schon nach kurzer Zeit. Na dann.…
