Sich der Sprache bewusst werden

Ein Gastbeitrag von Rainer Claasen – herzlichen Dank! Unsere Sprache ist das elementarste Gut, was uns naturgemäß an die Hand gegeben worden ist, um in Kontakt zu treten. Beruflich wie privat findet ein Großteil der Kommunikation mit Hilfe von Sprache statt. Sie schlägt die Brücke zwischen Ich und Du. Gemessen an der Bedeutung dieses Instruments ist es erstaunlich, dass wir der Sprache im Alltag wenig Aufmerksamkeit widmen. Mit ungewollten Folgen. Jedes Wort hat eine unmittelbare Wirkung – nicht immer die, welche wir im Sinn hatten. Missverständnisse oder das Gefühl, aneinander vorbei zu reden, sind oft Folgen unbewusster Sprache. Schon eine zunächst kaum bedeutende Umformulierung kann dazu führen, dass Aussagen tatsächlich zu den gewünschten Reaktionen führen, anstatt auf unangemessene Ablehnung zu stoßen. Ein feines Justieren des eigenen Sprachgebrauchs lässt uns genauer hinhören, ob wir wirklich sagen, was wir meinen. Dies ist nur eines der vielen Themen, denen sich die Sprach-Workshops von Matthias Kirbs widmen. Der große Vorteil der Gruppenerfahrung dieses offenen Seminars: Anders als in einem 1:1-Coaching kann sich jeder in einer offenen Atmosphäre mit anderen darüber austauschen, wie Sprache wirkt. Das schafft für alle Teilnehmer verblüffende Einsichten. Allein die intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Worten sorgt für ein neues Aufmerksamkeitslevel im Alltag. Spreche ich zum Beispiel häufig von „man müsste häufiger Sport machen“ oder beziehe ich mich konkret auf das eigene Ziel: „ich will häufiger Sport machen.“ Welche Aussage hat mehr Kraft? In einer lockeren Gesprächsrunde mit etwa einem Dutzend Teilnehmern wird an jedem Abend ein spezielles Thema behandelt. Dabei kann es sich um einzelne Wörter handeln, deren Bedeutung und Wirkung sich die Teilnehmer im Laufe des Abends bewusst werden. An anderen Abenden werden Assoziationen in den Mittelpunkt gestellt, die verschiedene Menschen zu unterschiedlichen Worten, Sätzen oder Aussageformen haben. „Die Sprache putzen,“ nennt Matthias Kirbs humorvoll den Prozess des eigenen Sprachbewusstseins. Der positive Aha-Effekt stellt sich automatisch durch die praktischen Übungen ein. Das wäre auf einer rein theoretischen Auseinandersetzung mit diesen Themen nicht möglich und macht, nebenbei gesagt, auch nicht so viel Spaß. Am Ende jedes Sprach-Abends bestätigen alle Teilnehmer, dass sich das Erlernte sofort in die Praxis umsetzen lässt – in der Alltagskommunikation und besonders auf beruflicher Ebene und im privaten Umfeld. Egal, ob es um die Kommunikation mit Freunden und Partnern oder mit Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern geht, ein bewusster Umgang mit der eigenen Sprache öffnet neue Türen. Der nächste Workshop-Termin steht schon fest: Hier nachschauen Interessenten und „Sprach-Neulinge“ sind jederzeit willkommen. Ein kreatives Netzwerken ist angenehmer Nebeneffekt!
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