Gelesen in der Süddeutschen: „Bitte nicht langweilen“

Hier sieben Thesen, welche technologischen und gesellschaftlichen Trends die Sehgewohnheiten des Publikums verändert haben – und wie sich Redner darauf einstellen sollten. Wir lesen in der Süddeutschen:

Durch die Digitalisierung hat sich die Art, wie wir Informationen konsumieren, fundamental verändert. Wir besuchen virtuell Konferenzen und studieren online. Am Bahnhof scrollen wir noch schnell durch die Tagesschau-App, überfliegen Bruchstücke von Nachrichten. In Diskussionen googeln wir Fakten, um mit Wissen zu glänzen oder die Aussagen anderer Menschen zu überprüfen. Gleichzeitig sitzen wir in Veranstaltungen und hören Redner, die uns seitenlange Manuskripte vorlesen oder mit vollgeschriebenen Powerpoint-Präsentationen quälen.

Die Autorin

Moderatorin und Präsentationsexpertin Nicole Krieger ist Präsidentin des Moderatorenverbands Deutschland und leitet die Moderatorenschule Baden-Württemberg. Sie bringt Menschen bei, wie sie authentisch auftreten, Moderationen vorbereiten und im Umgang mit dem Publikum sicherer werden.

1. Die Digitalisierung entgrenzt Reden räumlich

Immer mehr Veranstalter verbreiten den Inhalt ihrer Programme zusätzlich über digitale Kanäle. Dank Smartphone landet sogar mancher Vortrag im Netz, ohne dass der Redner darüber Bescheid weiß. Durch diesen Trend werden öffentliche Reden zeitlich und räumlich entgrenzt. Ob ein spontanes Video eines Zuschauers eine Protestwelle oder einen Begeisterungssturm auslöst, hängt einzig vom Redner ab…

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