Wahre Schönheit – Selbstbild und Fremdbild visuell, bewegend

Wie kritisch Frauen sich selbst gegenüber sind, zeigt dieser Werbefilm, der viral viel Verbreitung fand, weil er auf entsprechende Resonanz stieß. Ein Hinweis auf das Thema Fremdbild/Selbstbild, das in meinen Seminaren und Trainings immer auch ein Aspekt ist. Ein Gerichtszeichner fertigt Porträts aufgrund von Selbstbeschreibungen – der Künstler sieht die zu zeichnenden Frauen nicht. Ein zweites Porträt der Teilnehmerinnen entsteht aufgrund einer Fremdbeschreibung: Zwei Frauen werden miteinander bekannt gemacht, kurz darauf müssen sie die jeweils andere beschreiben, während der Künstler das Porträt anfertigt. Die Unterschiede zwischen den beiden Zeichnungen sind verblüffend.

TV-Tipp: „Geheimnis Stimme“ auf Arte

Am Donnerstag, 12. Dezember um 22:05 Uhr sehen wir eine interessante Dokumentation mit Wiederholung am Sonntag, 22.12. um 11:25 Uhr (51 Min.). Obwohl Wissenschaftler in der Lage sind, die menschliche Stimme mit Hilfe digitaler Technologien aufzuzeichnen, zu übermitteln und wiederzugeben, kommt bisher keine künstliche Klangkombination an den Umfang und die emotionale Kraft heran. Die Dokumentation schildert, wie sich die menschliche Stimme entwickelt hat und warum wir über Klänge kommunizieren. In 200.000 Jahren hat sich die menschliche Stimme zu dem komplexen Instrument entwickelt, das es heute ist. Obwohl Wissenschaftler nun in der Lage sind, sie mit Hilfe digitaler Technologien aufzuzeichnen, zu übermitteln und wiederzugeben, kommt bisher keine künstliche Klangkombination an den Umfang und die emotionale Kraft der menschlichen Stimme heran. Die Stimme spielt im Alltag eine zentrale Rolle: Sie verbindet das ungeborene Baby mit seiner Mutter, hilft bei der Partnerwahl, dient als demokratisches Element und dem Ausdruck von Gefühlen. Wenn sie aus den Tiefen des menschlichen Körpers an die Außenwelt dringt, erzählt sie einiges über die Identität ihres Besitzers. Evolution und Kultur haben die menschliche Stimme jahrtausendelang geprägt – wird sie auch das Zeitalter von Computern, Sprachrobotern und globaler Kommunikation überleben? Der Dokumentarfilm schildert, wie sich die menschliche Stimme entwickelt hat, warum wir über Klänge kommunizieren und wie uns das digitale Zeitalter um einen fundamentalen Teil unserer Menschlichkeit bringen könnte… weiter hier auf arte

Von der Dialekt-Reduktion zur deutschen Standard-Hochlautung

Sie sprechen mit einem ausgeprägten Dialekt und möchten die deutsche Standard-Hochlautung erlernen, um ein kompetenteres Auftreten im Umgang mit Ihren Geschäftskollegen zu erzielen? Dann sind Sie in meinem Training bestens aufgehoben: Mehr hier erfahren Im Berufsleben gehört das Hochdeutsche zum etablierten Umgangston und hat sich mittlerweile als Geschäftssprache durchgesetzt. Ein starker Dialekt oder mundartliche Sprachverfärbung wird häufig mit Inkompetenz und mangelnder Flexibilität assoziiert. Ausgeprägte Dialekte wie das Sächsische oder Schwäbische bringen vielerorts berufliche Nachteile und erschweren das eigene Durchsetzungsvermögen. Für diejenigen, die gutes geld verdienen wollen binareoptionen-profi.de binären optionen – Ihr zusätzliches einkommen. Mit der Dialekt-Reduktion erlernen Sie die deutsche Standard-Hochlautung und bauen somit Barrieren ab. Durch eine deutliche, hochdeutsche Aussprache verschaffen Sie sich in Vorstellungsgesprächen, Vorträgen und Geschäftsbesprechungen Pluspunkte und ihre Persönlichkeit wird kompetent, flexibel und positiv eingeschätzt. Zu meinem Angebot geht es hier lang

Von der Kunst der Pause

Heini Staudinger hat es vorgemacht. Der österreichische Unternehmer steht fest zu seinen Prinzipien, das hört man. „Und da es in unserem Leben ganz wesentlich ist, ob wir in unseren Angelegenheiten von Angst getrieben oder mutige Gestalter sind, ob wir klug oder blöd sind und ob wir uns von der Liebe leiten lassen oder vom Geld, handeln unsere Firmenprinzipien von diesen wesentlichen Haltungen im Leben.“

Interview mit Matthias Kirbs auf ear-fidelity.de

Im Rahmen der Kampagne „Hören ist High Tech“ des Bundesverbands der Hörgeräte-Industrie, gibt Matthias Kirbs sein Wissen als Hör-Held weiter.

 

„Richtiges Hinhören ist aktives Handeln“

Jeder gesunde Mensch besitzt eine Stimme, doch nur wenige setzen sie optimal ein. Wie dies funktoniert, zeigt Stimmtrainer Matthias Kirbs in seinen Kursen bei Stimmwelten in Hamburg. Der gelernte Schauspieler war viele Jahre als Moderator und Nachrichtensprecher tätig. Seit 2002 ist er Trainer und Berater für Stimme und Präsenz, vor allem für Mitarbeiter großer Unternehmen. Wie wichtig dabei ein gutes Hin- und Zuhören ist, verrät er im Interview.

Herr Kirbs, wie wird man Sprechcoach oder Stimmtrainer? Wie haben Sie gelernt, bei anderen Menschen ganz genau hinzuhören?

Schon während meiner Schauspiel- und Gesangsausbildung habe ich gelernt, genau auf die Kollegen zu hören. Das gilt sowohl für Dialoge und Stichwörter am Theater als auch für die Tonlage im Chor. Auch bei der Ausbildung als Sprecher, Trainer und Kommunikationsberater ist das Üben des genauen Hin- und Zuhörens sehr wichtig. Jedoch reicht ein Seminar dazu nicht aus, jahrelange Erfahrung und ständiges Training im Alltag sind hier entscheidend. Dazu kann neben Schauspielkunst auch eine Tätigkeit als Moderator, Sprecherzieher oder Sprachwissenschaftler als Basis hilfreich sein. Stimmtrainer ist zwar kein Ausbildungsberuf, aber es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten von IHKs, Instituten oder Akademien.

Während Ihrer Ausbildung haben Sie gelernt Menschen zuzuhören. Wie wenden Sie das nun in Ihrem Berufsalltag – als Hör-Held – an?

Der erste Schritt bei meiner Arbeit ist immer das genaue Hinhören, denn ich muss die Feinheiten der Stimme meines Gegenübers erkennen, um zu wissen, wo Verbesserungspotenziale liegen. Das funktioniert nur mit einem sehr guten Gehör und in einer störungsfreien Umgebung. Ich biete zum Beispiel auch Kurse in Videokonferenzen an, allerdings nur zur Dialektreduzierung. Über Skype führe ich kein echtes Stimmtraining durch, da hier die Feinheiten kaum wahrzunehmen sind. Beim Basis-Stimmtraining per Skype bestehe ich vor Beginn auf ein persönliches Kennenlernen, um die Stimme direkt zu hören. Die Wahrnehmung über das eigene Gehör ist nicht zu ersetzen.

Wie sorgen Sie für Ihr Gehör? Nehmen Sie zum Beispiel regelmäßig an Hör-Tests teil?

Ich selber gehe regelmäßig zum HNO-Arzt und prüfe mein Gehör durch meditatives Training und das Singen im Chor. Hier sind Beeinträchtigungen sehr schnell festzustellen. Meinen Kunden empfehle ich aber die Teilnahme an Hörtests. Und außerdem auch das richtige Hinhören als aktives Handeln zu betrachten. Dies wird oft unterschätzt, da es so aussieht, als ob man nichts machen würde. Aber nur durch eine hohe Konzentration beim Zuhören lässt sich eine positive Beziehung zwischen Redner und Zuhörer aufbauen.

Sie bieten verschiedenste Kurse an, um die eigene Stimme zu optimieren. Aus welcher Motivation heraus nehmen Ihre Kunden an einem solchen Training teil?

Meine Kunden kommen größtenteils aus Unternehmen. Sie wollen zum Beispiel in der Öffentlichkeit Präsentationen halten, ein Produkt verkaufen oder neue Kunden gewinnen. Oft werden sie auf eine höhere Position befördert und müssen lernen, wie ein Chef zu sprechen, um ernst genommen zu werden. Dazu gehören die Modulation einer zu hohen oder tiefen Stimme sowie das Verwenden der richtigen Satzmelodie. Aber auch in ihrem Job erfahrene Personen wie Politiker gehören zu den Kunden. Hier ist die Anforderung oft gegenteilig, nämlich das Bremsen des Sprechens sowie das Lernen, zuzuhören und Reaktionen zu testen. Schließlich will kein Publikum zugetextet werden.

Ihr Ziel ist es, Menschen zu helfen, die eigene Stimme besser einzusetzen. Wie wichtig ist die Stimme für das eigene Auftreten, zum Beispiel im Beruf oder auch privat? Welchen Anteil nimmt die Stimme neben Gestik und Mimik ein?

Die Stimme hat einen überraschend kleinen Einfluss auf den Gesamteindruck beim Sprechen. Nach diversen Untersuchungen ist hier die Körpersprache, also Mimik und Gestik, mit 55 Prozent am wichtigsten. Mit 38 Prozent folgt die Stimme aber schon an zweiter Stelle. Und mit nur 7 Prozent der Inhalt. Aus diesem Grund ergänze ich das Stimmtraining durch Kommunikations- und Image-Beratung für Präsentation und Kundenbetreuung. Speziell für den Sprechausdruck sind eine präsente Stimme, eine klare Sprache und das fehlerfreie Sprechen wichtig. Im Gegensatz zum Schreiber hat der Redner nämlich nur einen Versuch, den Inhalt korrekt und nachvollziehbar darzustellen.

Wir hören uns selbst anders als unsere Umwelt unsere Stimme wahrnimmt. Inwiefern können wir dennoch selbst Einfluss auf den Klang unserer Stimme nehmen?

Da wir uns selbst tatsächlich anders hören, ist dazu die Aufnahme unserer Stimme auf ein Tonband nötig. Viele Menschen erkennen sich beim Abhören dann nicht wieder, da der Knochenklang fehlt. So ist es im ersten Schritt wichtig, die eigene Tonbandstimme anzunehmen, ähnlich wie das Gesicht im Spiegelbild. Dann kann man das Sprechtempo prüfen, die Ausdrucksweise, die Verständlichkeit und auch den Klang der Stimme. Dabei sollte man sich in die Rolle des Zuhörers hineinversetzen: Was erwarte ich vom Redner, wie soll er sprechen, welche Tonlage ist für mich angenehm? Das lässt sich zum Beispiel mit einem Anrufbeantworter testen, der so zu besprechen ist, wie man selbst am Telefon empfangen werden möchte.

Ist eine „schöne/angenehme“ Stimme Geschmackssache oder gibt es dafür definierte Kriterien? Arbeiten Sie mit Messinstrumenten, um die Stimmen Ihrer Kunden einzuschätzen?

Es gibt ein objektives Kriterium: Jeder Mensch sollte seine individuelle Stimmlage mit dem gesamten, vollen Stimmklang nutzen. Ansonsten gleitet er schnell zu einem Krächzen, Piepsen, Brummen, Schreien oder Näseln ab, das fast jeder Zuhörer als unangenehm empfindet. Man sollte sich beim Sprechen auch in keine Rolle begeben, nicht nett oder hochnäsig, herablassend oder unterwürfig sein. Am besten eignet sich der so genannte Eigenton mit der normalen, authentischen Stimme. Um Verstellungen oder Aufregung zu vermeiden, lässt sich die Rede in Form eines Gesprächs in der Alltagssprache üben. Als Messinstrumente verwende ich zwar Aufnahmegeräte, die Amplituden anzeigen, doch dies dient eher dazu, organische Störungen an Stimmbändern oder Gehör festzustellen, um dann einen Arzt oder Logopäden einzubinden. Um das Stimmpotential zu verbessern, führe ich dann Übungen ähnlich wie an der Schauspielschule durch. Sie trainieren die Sprechwerkzeuge wie Kiefer, Lippen oder Zunge sowie das Zwerchfell für mehr Lebendigkeit.

Nicht die Augen sind die Stimme der Seele, es ist die Stimme

Wir können mit Worten lügen, mit unserem Äußeren täuschen, uns verstellen und Unsicherheiten überspielen. Aber unsere Stimme wird uns verraten und über uns sprechen, wer wir sind und wie es uns geht. Hier ein lesenwerter Beitrag zur aktuellen Stimmforschung in der ZEIT

Stimmwelten auf hoher See

Unsere Sprache schlägt eine Brücke zum anderen und auch zu uns selbst, wenn wir unserer inneren Stimme Gehör schenken. Stimmwelten geht an Bord: Mein Schiff 1 20.06. – 04.07.2013 Auf Reisen sein, losgelöst von Routine und Alltag, die Chance zur Entschleunigung nutzen und den Geist von Banalitäten befreien. Die beste Grundlage, um sich auf neue Impulse einzulassen. Auf hoher See biete ich den Gästen der TUI Cruises Vorträge, Workshops und Einzelcoachings an. Hier ein Einblick in meine Vorträge und Workshops: Die Stimme als Visitenkarte – setzen Sie Ihre hörbare Visitenkarte erfolgreich ein
Bei jedem Auftritt entscheidet in erster Linie Ihre Stimme, ob und wie das Gesagte auf andere wirkt. Ihre Ausdruckskraft ist der entscheidende Faktor für Ihren Erfolg. Lernen Sie Ihr eigenes Potential, Ihren Körper als Klangraum kennen und entwickeln Sie Entfaltungsräume, die Sie kompetent und souverän wirken lassen. Mobil Kunden gewinnen – mit medientechnischer Unterstützung und präsenter Sprache überzeugen
Die moderne Technik ist: für die einen Fluch, für den anderen ein Segen. Der Workshop vermittelt die nötige Sachkenntnis und das Selbstvertrauen, um Technik-Tools anzuwenden und die Kommunikationspräsenz zu unterstützen. Es genügt nicht, eine überzeugende Präsentation vorzuführen. Die Botschaften werden nur dann überzeugend vermittelt, wenn der Vortragende dabei selbstbewusst wirkt und die eingesetzte Technik nahezu spielerisch beherrscht. Jedes Wort wirkt – wie Sie durch eine bewusste Sprache einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen
Es handelt ist ein alltägliches Phänomen: wir sprechen und hören zeitgleich das von uns Gesagte und nehmen dennoch meistens nicht bewusst wahr, was wir eigentlich damit ausdrücken. Es stellt sich daher die Frage: sage ich wirklich das aus, was ich kommunizieren möchte oder transportiere ich mit meinen Worten und meinem typischen Satzbau vielleicht eher widersprüchliche oder unklare Botschaften? Ein Einblick in die hohe Kunst der Ausdrucksform. Präsentationstraining – das Publikum mit Souveränität und selbstbewusster Ausstrahlung gewinnen Sie wollen andere Menschen überzeugen – von Ihrem Produkt, Ihren Kompetenzen oder von sich selbst? Durch das Präsentationstraining lernen Sie Inhalte lebendig und souverän zu vermitteln. Somit erhöhen Sie Ihre Effektivität, überzeugen selbst kritische Zuhörer und erreichen die Herzen der Menschen. Ich freue mich auf eine stimmungsvolle Reise mit besonderen Natureindrücken!

Interview mit Matthias Kirbs auf hrm.de

HRM, eines der führenden Netzwerke für Personalmanager in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sprach mit Matthias Kirbs. http://www.hrm.de/fachartikel/schulung:-die-stimme-schulen-ohne-zum-schauspieler-zu-werden-10611 Herr Kirbs, wie spiegelt unsere Stimme unsere Empfindungen wider? In jedem Fall unmittelbar. Stimme drückt aus, ob etwas für mich oder jemand anderen stimmt, beziehungsweise ob das, worüber ich spreche, stimmig ist. Höre ich jemandem zu, erfasse ich oft in Sekunden und an Zwischentönen, wie mein Gesprächspartner gestimmt ist, und wie es ihm wirklich geht, selbst wenn er sich anders gibt. Je nachdem, wie sich der Eindruck eines Menschen von einer Sache oder seine Gestimmtheit – angenehm, unangenehm oder neutral – ändert, wird das an der Stimme hörbar. Im Beruf ist das für viele Menschen sicher unangenehm. Nicht jeder kann oder möchte ein offenes Buch für andere sein. Gerade bei Aufgaben, die einen hohen Level an Höflichkeit, Begeisterung oder Gleichmut erfordern. Das ist der Hauptgrund, warum Menschen zu mir kommen. Einige befürchten, ihre Befindlichkeiten zu offen zu zeigen. Anderen fällt es wiederum schwer, sich zu öffnen, da sie über längere Zeit hinweg ihre Empfindungen verdrängt haben. Da sie sich alle im professionellen Bereich – nämlich ihrem Job – bewegen, empfehle ich ihnen, bewusst eine Rolle anzunehmen, die ihnen hilft, ihre Stimme an ihrer Aufgabe auszurichten. Ich habe selbst zum Beispiel jahrelang Nachrichten gelesen. Es gab Tage, an denen ich mich unwohl fühlte oder ich musste unangenehme Themen vermitteln, die mich selbst bewegten. Da half es mir, mit einer innerlichen Distanz zu sprechen. Ich nennen Ihnen ein anderes Beispiel: Im Telefonmarketing ist stetige Höflichkeit das A und O. Die erreiche ich durch eine neutrale bis angenehm freundliche Einstellung. Wenn ich diese Haltung einnehme, spiegelt meine Stimme das auch wider. Warum achten viele Menschen zu wenig ihre Stimme? Weil sie sich beim Sprechen sehr mit ihren Inhalten identifizieren. Allerdings macht der Inhalt nur einen Bruchteil einer Botschaft aus. Viel wichtiger ist, wie etwas gesagt wird. Ein bewusster Umgang mit Stimme bedeutet, langsam zu sprechen, um sich selbst besser hören zu können. Die Gründe für einen unachtsamen Umgang mit der Stimme sind vielfältig. Viele, schnell sprechende Menschen zum Beispiel geben sich keine Chance zu merken, was sie eigentlich vermitteln und was sie beim Sprechen bewegt. Schnellsprechern mangelt es oft an Pausenkultur. Sie erkennen den Wert von Pausen nicht. Es ist wie in der Musik. Erst die Pause gibt einer Melodie Momente der Besinnung. Und im Beruf vermittelt eine Pause oft Kompetenz. Allerdings muss sie bewusst gesetzt werden; auch von denen, die sich nüchtern ausdrücken, weil sie sachlich auftreten: Wenige Betonungen, wenig Stimmvarianz. Das ist ja auch eine Frage des Charakters. Natürlich. Wie gesagt, die Gründe sind vielfältig. Manche Menschen leben diese Sachlichkeit, andere bauen sie sich als Schutzschild auf. Ich rate an dieser Stelle zu Toleranz. Viele Menschen meinen, ihr Sprechtempo sei ein verbindliches Maß für andere. Tatsächlich basieren unterschiedliche Sprechtempi auf verschiedenen emotionalen und kognitiven Verarbeitungsmechanismen sowie verschiedenen Motivationen. Wer sehr schnell spricht, lässt sich gefühlsmäßig wenig auf Menschen und Inhalte ein. Kognitiv kann er zwar schnell agieren, aber er realisiert nicht, wo er mit seinen Gefühlen steht. Im Dialog kann das schwierig werden, wenn der eine rasch spricht und der andere versucht, sich einzufühlen und dafür Zeit benötigt. Andersrum fällt es sehr sachlich sprechenden Menschen oft schwer, Zuhörer in Meetings und Vorträgen wirklich zu erreichen; wobei natürlich Thema, Anlass und Zielgruppen bestimmen, wie lebendig oder sachlich eine Rede oder ein Beitrag sein sollte. In jedem Fall lohnt es sich aber, einmal die Wirkung von schnellem und langsamem Reden selbst zu erleben. Wer diese grundlegende Erfahrung macht, hat schon viel für sich gewonnen.

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2013 – sei willkommen!

Ein neues Jahr liegt vor uns und mit ihm die Fülle an Möglichkeiten. Die Fülle begrüßt uns jeden Tag beim Erwachen, wenn ein neuer Tag beginnt. Doch nehmen wir den Willen zum Neubeginn in uns meist erst dann wahr, wenn das Schicksal an unser Leben rüttelt, bestimmte Aha-Erlebnisse uns innehalten lassen oder aber, wenn ein neues Jahr an den Zahlen dreht und wir scheinbar neu starten dürfen. Das dürfen wir jedoch täglich, bei jedem Sonnenaufgang, mit jedem Atemzug. So stimme ich mich dieses Jahr nicht auf gute Vorsätze ein, die an mir nagen wie schlechtes Gewissen, sondern auf die Freude, jeden Tag aufs Neue zu begrüßen und mit Ihm die Fülle an Möglichkeiten. „Es ist die Chance deines Lebens, zu sein wer du bist.“ (Joseph Campbell)

Oh du stimmungsgeladene Weihnachtszeit

Weihnachten steht vor der Tür und mit den Festlichkeiten ein Paket an Erwartungen, Wünschen und Konfrontationen. Wenn ich mich umhöre, schnappe ich Sätze auf wie „wir schenken uns nichts“, „ich wünsche mir vor allem Ruhe“ und „nach mir die Sintflut“. Letztere Bemerkung entbehrt einer gewissen Komik, denn heute ist der 21.12.2012 und die Welt geht unter. Wenn sie es nicht tut, haben sich die alten Mayas verrechnet (das kann ja mal vorkommen) und wir feiern nach guter alter Tradition Weihnachten. Ob erschlagen von Geschenken und Verwandten oder vermeintlich befreit von allem und jedem, quasi muntere Selbstkasteiung unterm Tannenbaum. Ich persönlich mag Weihnachten. Zumindest wenn es mir gelingt, mein heimliches Schutzschild gegen allgemeine Hektik, Konsumverführung und Hordenverhalten aufrecht zu halten. Wenn ich mir die Zeit schenke, inne zu halten, mein Tempo zu drosseln und ich den Blick auf das richte, was mir wirklich wichtig ist. Wenn ich mir bewusst mache, wie viel in meinem Leben ist, was ich mir nicht mehr wünschen muss. Ja, dann stellen sich zarte Momente der Besinnlichkeit ein und ich freue mich über all die Geschenke, besonders die kleinen in Gesten und Worten, die mir tagtäglich begegnen. Ich wünsche meinen Lesern, Kunden und Freunden ein gesegnetes Weihnachtsfest und danke für ein erfülltes 2012. Ein neues Jahr wird kommen, darauf wette ich.
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